MALLOS DE RIGLOS
Schaue nach den ziehenden WolkenWo wart Ihr gewesen in der Nacht? Erneut hat Eure Reise mir gegoltenUnd ich sehe, Ihr habt Regen als FrachtDer Wind, auf dessen Schwingen Ihr reistDer ist so kalt,daß es mir Gesicht und Hände vereistEs ist der Nordwind, der Euch trägt und wehtDer bissige Geselle, der aus den Bergen herabfegtUnd der vom Winter kündet, der langsam vergehtAber noch ist er stark, noch bläst er wildTrägt Regenschleier und Schneegestöber vor sich her wie ein SchildEr läßt Tropfen und Flocken tänzeln wie in einem ReigenSo ist er der Borealis, der Mistral immer bestrebt Seine unbändige Kraft zu zeigenUnberührt und festgegossen stehen sie da die ZinnenAuch heute kann ich Ihrem Ruf nicht entrinnenAm roten, steilen Fels sehe ich mich im Geiste steigenDem Boreal zum Trotz tanze ich meinen ReigenWeggelöst vom Boden und den WirklichkeitenStehe ich außer mir und sehe meinen Körper am Fels entlanggleitenEmpfinde keine Hast und verliere die ZeitDas Steigen wird zu einer in sich geschlossenen EwigkeitErst oben am Gipfel bin ich wie erwachtWind und Regen haben die Seelenteile wieder zusammengebrachtEin Wesen, das im niedren Tale wieder bestehen kann, lenkt nun seine Schritte davonAuf den Höhen, den glänzenden, müßte dieses Wesen vergehen